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vom 17.10.06
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Ergebnisse und Informationen zur Gemeinderatssitzung vom 17.10.06
Tagesordnung öffentlicher Teil:

1.Vorstellung des Gewässerentwicklungsplanes
Infos/Ergebnis: Der erste Entwurf des in der Sitzung vom 12.04.2005 beauftragten Gewässerentwicklungsplans wurde jetzt vom Büro Stoll vorgelegt. Solch ein Plan befasst sich mit allen Gewässern dritter Ordnung und ist zwingende Voraussetzung für zukünftige staatliche Zuschüsse für Pflegearbeiten. Im Gemeindegebiet handelt es sich neben vielen Gräben hauptsächlich um den Nebelbach als größtes Gewässer.
Im großen und ganzen beschreibt solch ein Plan die Ist-Situation der Gewässer und macht Vorschläge, wie diese in Richtung größerer Natürlichkeit zukünftig gepflegt oder sogar umgestaltet werden sollten. Eine recht einfach zu verwirklichende Maßnahme ist zum Beispiel, ein Bach- oder Grabensystem nicht in einem Rutsch zu reinigen, sondern stückweise voranzugehen. Schwieriger zu verwirklichen ist der Vorschlag, am Rand der Gewässer einen zehn Meter breiten Uferstreifen nicht zu bewirtschaften (sinnvoll wäre dies allein schon im Hinblick auf die teilweise vorhandene Biberproblematik allemal).
Der Gemeinderat ist sich einig, dass versucht werden soll, bei der zukünftigen Pflege der genannten Gewässer die Ziele des Gewässerentwicklungsplanes zu verfolgen.
Der Entwurf wird jetzt von BGM Gumpp genau geprüft und geht letztendlich an das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, das diesem Plan zustimmen muss. Sind diese Voraussetzungen gegeben, werden nächstes Jahr die Pflegemaßnahmen an genannten Gewässern wieder mit Schwung aufgenommen (nachdem in den letzten Jahren nur das allernotwendigste durchgeführt wurde).

2.Löschfahrzeug für die FFW Unterglauheim; Bericht über die Besprechung vom 27. September im Feuerwehrheim Unterglauheim
Infos/Ergebnis: Bürgermeister Gumpp berichtete dem Gesamtgremium über die am 27.09.2006 stattgefundene Besprechung der Feuerwehr Unterglauheim mit einigen Gemeinderäten (nicht alle hatten Zeit, diesen Termin wahrzunehmen). Ergebnis war, dass Bürgermeister Gumpp die Absicht der Gemeinde unterstrich, auch der Feuerwehr Unterglauheim ein zeitgemäßes Löschgerät an die Hand zu geben, sprich ein Feuerwehrfahrzeug zu beschaffen. Gleichzeitig wies er aber auch darauf hin, dass aufgrund der angespannten finanziellen Lage der Gemeinde hierfür kein genaues Datum genannt werden könne.
So wie es momentan ausschaut, kommt die Feuerwehr Unterglauheim höchstwahrscheinlich dennoch in Kürze zu einem Feuerwehrfahrzeug. Es hat sich nämlich die Möglichkeit aufgetan, ein altes, aber technisch einwandfreies Fahrzeug der Werksfeuerwehr der Firma Bosch kostenlos zu bekommen (ohne feuerwehrtechnische Ausstattung).
Der Gemeinderat steht dieser Übergangslösung sehr positiv gegenüber und hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dieses Fahrzeug zu übernehmen, wenn es uns angeboten wird. An Kosten käme auf die Gemeinde ein paar Tausend Euro für erforderliche Umbaumaßnahmen am Fahrzeug sowie zusätzlich notwendige Gerätschaften zu.

3.Unübersichtliche Ausfahrt aus dem Schulhof Unterglauheim und beengte Verhältnisse in der Schulstraße
Infos/Ergebnis: Die Gemeinde hat von der Feuerwehr Unterglauheim ein Schreiben bekommen, in dem diese darauf hinweist, dass die Ausfahrt aus dem Schulhof Unterglauheim sehr unübersichtlich ist. Vor allem im Falle eines Einsatzes ist diese Ausfahrt eine Gefahrenstelle. Zudem wird das Problem noch verschärft von in der Schulstraße parkenden Fahrzeugen. Bürgermeister Gumpp wird hier mit dem Eigentümer der vermietenden alten Schule darüber sprechen, wann die noch ausstehenden vier Parkplätze im Garten des Anwesens verwirklicht werden. Sind diese Parkplätze gebaut und ist die Situation dann immer noch nicht besser, wird sich der Gemeinderat über weitergehenden Maßnahmen wie zum Beispiel einen zusätzlichen Spiegel beraten.

4.Erhöhung des Pauschalbeitrages an den Tierschutzverein für Fundtiere aufgrund von Preissteigerungen
Infos/Ergebnis: Kommunen sind verpflichtet, für auf Gemeindegebiet herrenlos aufgefundene Tiere zu sorgen. Im Landkreis Dillingen ist das so geregelt, dass das Tierheim in Höchstädt diese Tiere aufnimmt und im Gegenzug die Gemeinden das Tierheim finanziell unterstützen. Hierfür gibt es zwei Modelle: entweder führt die Gemeinde pauschal 35 Cent pro Einwohner und Jahr an das Tierheim ab (hierfür hat sich der Gemeinderat Blindheim entschieden) oder die Gemeinde entscheidet sich dafür, die tatsächlich anfallenden Kosten für die Behandlung, Unterbringung und Versorgung der in ihren Gebiet aufgefundenen Tiere zu übernehmen.
Aktueller Anlass der Diskussion ist jetzt, dass ein Brief des Tierheims Höchstädt eingegangen ist mit der Forderung, die Bürgerpauschale auf zukünftig 40 Cent pro Einwohner und Jahr zu erhöhen. Begründet wird dies mit steigenden Kosten. Der Gemeinderat kann dieses Argument prinzipiell nachvollziehen, stimmte aber der Erhöhung erstmal nicht zu. Vielmehr soll erst abgewartet werden, ob die Bürgermeister der beteiligten Kommunen sich hier auf eine einheitliche Linie einigen können. Gelegenheit hierzu wird eine der nächsten Sitzungen des Bayerischen Gemeindetages bieten.

 
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